Make Art Not War

Pressemitteilung des AStA, Common Ground und interflugs der Universität der Künste Berlin, 12.06.2017

Nein zum „Charity“-Konzert des Stabsmusikkorps der Bundeswehr an der Universität der Künste

Obwohl sich keine Ankündigung im Veranstaltungskalender der Universität findet, wird am 18. Juni 2017 im Konzertsaal der UdK das Sommer-Konzert aus der Reihe „Uniform in Concert“ des Charity Club Berlin e.V. stattfinden, bei dem das Stabsmusikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Reinhard Kiauka spielen wird.
 
Auf das gemeinsame Schreiben von AStA, Common Ground und interflugs, in dem die Absage des Konzerts gefordert wird, hat der Dekan der Fakultät Musik, Prof. Dr. Reinhard Schäfertöns, auf den bestehenden Vertrag mit dem Verein hingewiesen und versucht davon zu überzeugen, dass die geäußerten Bedenken der Studierenden hinsichtlich der Bundeswehr unnötig sind: „Es ist nicht zutreffend, dass die Bundeswehr an kriegerischen Handlungen beteiligt ist, die Menschen zu Geflüchteten werden lassen. Vielmehr versucht sie – in Einklang mit den übergeordneten Organisationen (z. B. der NATO und der EU) und ihren Bündnispartnern – dies gerade zu verhindern (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr#Laufende_Eins.C3.A4tze).“ Die Universitätsleitung ließ mitteilen, dass sie die Meinung des Dekans teile.

Mehtap Akdemir vom AStA der UdK dazu: „Die UdK wirbt für sich mit diversen Projekten, die Menschen mit Fluchthintergrund den Zugang zur Universität erleichtern sollen. Gleichzeitig Repräsentant*innen der Bundeswehr einen Raum zur Verfügung zu stellen, stellt einen gravierenden Widerspruch dar. Viele Studierende hier möchten keine uniformierten Menschen auf dem Campus sehen.“
Erst zu Beginn des Jahres haben die Studierendenschaften der HU und FU Werbemaßnahmen des Studierendenwerks kritisiert, nachdem dieses Werbung für die Bundeswehr über die Campusbildschirme ausgestrahlt hat, und die Universitätsleitungen sowie das Studierendenwerk dazu aufgefordert die Werberichtlinien zu ändern.

Paradox erscheint in diesem Zusammenhang auch, dass sich die UdK auf ihrem Internetauftritt von Kooperationen mit der Tabak- und Rüstungsindustrie distanziert und hierfür ethische Gründe anführt. „Wenn die UdK dies ausschließt, sollte sie auch nicht mit der Bundeswehr kooperieren, denn die enge Verbindung von Rüstungsindustrie und Bundeswehr ist nicht zu leugnen“, so Roozbeh Tazhibi von interflugs.  

Der AStA, Common Ground und interflugs fordern die Universitätsleitung der UdK auf, das Konzert des Stabsmusikkorps abzusagen und die Nutzungsbedingungen und Vermietungsrichtlinien des Konzertsaals dahingehend zu ändern, dass Auftritte von Bundeswehrrepräsentant*innen in der Universität in Zukunft ausgeschlossen sind.

Am Sonntag, den 18.06.2017 werden sich die Studierenden ab 10 Uhr auf dem Platz vor dem Konzertsaal der UdK versammeln.

Wir Studierenden wenden uns gegen jede Form der Militarisierung und stehen für Frieden ein. Wir möchten sagen können, dass unsere Universität mit Entschiedenheit und Konsequenz für das gleiche Ziel einsteht.

AStA & Common Ground & interflugs

Kontakt: Mehtap Akdemir, unipolitik@asta-udk-berlin.de

Keine AStA-Sitzung am 5. Juni 2017

Schönen Feiertag!

Ich hab’ Hunger!

Kostenloses Kinderessen in Mensen des Studierendenwerkes

Studierende können für ihre Kinder bis sechs Jahren kostenlose Mensaessen erhalten. Dabei sind jedoch folgende Punkte zu beachten:

  • Die Eltern (Vater und/oder Mutter) müssen selbst Mittagsgast der Mensa sein,
  • einen gültigen Studierendenausweis vorlegen,
  •  eine Kids-MensaCard nutzen (erhältlich dort, wo es auch „normale“ Mensakarten gibt) und
  •  es wird nur das bezuschusste Mensaessen (Essen 1 und 2, Tellergericht, Bioessen, Suppen, Beilagen, Salat und Dessert) und Pasta kostenlos abgegeben. Aktionsessen, Handelsware und Getränke sind nicht kostenlos.

Das Kinderessen wird in der TU-Mensa, der Mensa der HWR, der Beuth Mensa, den FU Mensen 2 und Lankwitz sowie Veggie Nº 1, den Mensen Adlershof, Süd und Nord an der HU und in den HTW-Mensen Treskowallee und Wilhelminenhof angeboten.

Petition gegen die Hochschulverträge

Die neuen Hochschulverträge fordern, dass die UdK 2022 mehr Lehrer*innen “ausbildet”, als sie es mit den vorhandenen Professuren und Räumen schaffen kann. Zwar soll es mehr Geld geben, aber das reicht lange nicht aus, um jährlich 280 Absolvent*innen “zu produzieren” [sic!]. Die Qualität des Studiums an der UdK könnte so nicht gehalten werden. Helft uns, unterstützt uns, unterschreibt und teilt!
 

Neue Stellenauschreibung

Bewerbt euch jetzt für die Geschäftsstelle der LandesAStenKonferenz (LAK)!

Bewerbungsfrist ist der 18.6.2017.

Die LAK ist der Zusammenschluss aller Berliner ASten. (mehr…)

Zu den Hochschulverträgen

Pressemitteilung des AStA und des Fachschaftsrats Kunst-Lehramt der UdK Berlin 17.5.2017

Hochschulverträge bedeuten das Aus der künstlerischen Lehrkräftebildung in Berlin!

Die im März 2017 verhandelten Hochschulverträge legen erstmals verpflichtende Absolvent*innenzahlen in der Lehrer*innenbildung fest.

Für die UdK Berlin schreiben sie eine Steigerung um 400 Prozent auf insgesamt 280 für alle Schularten in den Fächern Kunst und Musik im Jahr 2022 vor. Um diese Zahlen zu erreichen, würde die UdK weit mehr als die zusätzlichen 6 Mio. Euro benötigen, die sie erhält, wenn sie einen Maßnahmenkatalog vorlegt, der es plausibel erscheinen lässt, dass das Ausbildungsziel erreicht werden könnte.

Sven Cishmack vom AStA: „Das ist Augenwischerei. Der Senat kennt die Bewerbungszahlen. Diese sind gerade so hoch, dass das Ziel erreicht werden könnte, wenn die UdK alle Bewerber*innen aufnehmen würde, egal, ob sie die Aufnahmeprüfung bestehen oder nicht.“ weiterlesen…