Kein Geld für’s Semesterticket? Wir helfen!

Jedes Semester zahlen alle Studierenden zwei Prozent des Ticketpreises mehr, um damit Kommiliton*innen zu helfen, die nicht genügend Geld haben, um das Semesterticket zu bezahlen.

Die Höhe der Hilfe richtet sich nach der Anzahl der Anträge und dem Grad der finanziellen Notlage. Die Hilfe wird rückwirkend gezahlt. Du musst das Ticket also leider erstmal bezahlen.

Die größten Chancen auf diese Hilfe haben:
- alle die Kinder haben oder schwanger sind
- die aus nicht EU-Ländern kommen
- die besondere medizinische Kosten haben (z.B. eine Brille, eine Lebensmittelunverträglichkeit, eine Behinderung)
- oder schlicht besonders wenig Geld.

Auf den Seiten unseres gemeinsamen Semesterticketbüros mit der TU Berlin findest du weitere Antragsgründe und das Antragsformular mit ausführlichen Erklärungen.

Die Berechnung deines Antrags ist ähnlich wie die für das Wohngeld.

Sie beruht auf einer gesetzlichen Satzung .

Wir vergleichen sämtliches Geld, dass du in einem halben Jahr bekommen hast, mit deinen Ausgaben für Miete, Strom und Krankenkasse. Vom Einkommen können teilweise Kosten wie Mietkaution, Kredittilgung, KiTa-Gebühren, Studiengebühren und Materialkosten (Pinsel, Guitarrensaiten, Knöpfe, aber keine Bücher, Hard- und Software, Instrumente) abgesetzt werden.

Ohne besondere Härtegründe darf eine Person ohne Kinder 55% des aktuellen ALG2-Regelbedarfs übrig haben. Das sind im Jahr 2017 224,95 Euro. Mit einem Härtegrund liegt die Grenze bei 100% des ALG2-Regelbedarfs, also 409,- Euro.

Das sieht dann beispielsweise so aus:

Du bekommst BAföG, arbeitest und deine Oma leiht dir Geld. Insgesamt 700,- Euro.

Du zahlst für Miete, Strom und Gas insgesamt 300,- Euro und für Krankenversicherung 80,- Euro. Jeden Monat kaufst du für 50,- Euro Farben und Leinwände.

700 € (Einkommen)

  • 300 € (Unterkunft)

  • 80 € (Krankenversicherung)

  • 50 € (Kosten)

ergeben 280 €.

Weil 280,- Euro mehr sind als 224,95 Euro würde dein Antrag ohne Härtegrund abgelehnt werden, mit Härtegrund würde er genehmigt werden. Denn 280,- Euro sind weniger als 409,- Euro.

Wenn du ein Kind hast und alleinerziehend bist, dürftest du mit den selben Ausgaben 1243,- Euro verdienen. Studierende mit Kind sollen also nach dem Willen des Studierendenparlaments möglichst immer einen Zuschuss bekommen.

Die Antragsfrist endet immer am Tag der Rückmeldung (Juli oder Januar). Wir berechnen deinen Antrag dann auf Grundlage des vorangegangenen halben Jahres. Dies sind im Juli die Monate Februar bis Juli und im Januar die Monate August bis Januar.

Wer einen Antrag auf Zuschuss stellen möchte, sollte sich auf jeden Fall im Semesterticketbüro beraten lassen. Wir helfen dir gerne und sind genau zu diesem Zweck da. So können eventuelle Fragen gleich im Voraus geklärt werden und die Bearbeitungszeit verkürzt werden.