Pressemitteilung der GEW zu den Tarifverhandlungen

Arbeitgeber blockieren Tarifverhandlungen

In der Tarifauseinandersetzung für die 8.000 studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen haben die Arbeitgeber nach wie vor kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Ein neuer Vorschlag der Hochschulen sieht lediglich vor, die zuletzt angebotene Erhöhung des Stundensatzes von 10,98 Euro auf 12,13 Euro zum 1. Januar 2018 drei Jahre später noch einmal geringfügig auf 12,35 Euro anzuheben. Dieser Stundensatz soll dann mindestens bis Ende 2022 gelten. Die studentischen Beschäftigten lehnen das ab.

„Auf dieser Basis machen Verhandlungen keinen Sinn“, stellte Udo Mertens, Verhandlungsführer für die GEW BERLIN, fest. „Die Arbeitgeber blockieren. Mit ihrem neuen Angebot kommen sie nicht einen Schritt auf uns zu. Wir haben den Eindruck, dass die Hochschulen die Arbeit ihrer studentischen Beschäftigten nicht wertschätzen“, sagte Mertens.

Die GEW / ver.di – Tarifkommission legte ihrerseits einen weiteren Kompromissvorschlag vor, mit dem sie sich deutlich auf die Arbeitgeber zubewegt. Dieser sieht vor, den Stundenlohn der studentischen Beschäftigten schrittweise an die Vergütung der sonstigen Beschäftigten in der Eingangsstufe der Entgeltgruppe 4 des TV-L anzunähern. Begonnen werden soll bei 96 Prozent dieses Wertes zum 1. Januar 2018 (entspricht 12,24 Euro pro Stunde). Bis 2022 soll dann eine jährliche prozentweise Angleichung bis auf 100 Prozent des TV-L erfolgen. Eine Reaktion der Arbeitgeberseite steht noch aus.

Matthias Neis, Verhandlungsführer für ver.di, erklärte: „Wir sind bereit uns zu einigen. Das geht aber nur, wenn die studentischen Beschäftigten nicht weiter von den anderen Hochschulbeschäftigten abgehängt werden. Jahr für Jahr fressen die steigenden Lebenshaltungskosten ein weiteres Stück des Lohns der Studierenden auf. Solange die Hochschulen das nicht prinzipiell anerkennen, wird es keine Einigung geben. Dann läuft alles auf einen Arbeitskampf im Wintersemester hinaus.“

Quelle: https://www.gew-berlin.de/17881_19316.php

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H E U T E !

Pressemitteilung der GEW zu den Tarifverhandlungen

Hochschulen legen verschlechtertes Angebot vor – Studentische Beschäftigte sind empört

Die Tarifverhandlungen für die etwa 8.000 studentischen Beschäftigten in Berlin sind gestern ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeberseite hatte ein Angebot vorgelegt, das einen Stundenlohn von 12,13 Euro, einschließlich Weihnachtsgeld, ab dem 1.1.2018 und einen zusätzlichen Urlaubstag vorsah. Zugleich zogen sie aber die zuvor angebotene Ankopplung der Löhne an die Gehaltsentwicklung aller anderen Hochschulbeschäftigten wieder zurück. Der Tarifvertrag sollte bis zum 31.12.2022 gelten. Die gemeinsame Tarifkommission von ver.di und GEW sieht darin einen Rückschritt in den Verhandlungen.

Philipp Tolios, Mitglied der Tarifkommission, kritisierte: „Dieses Angebot ist substantiell schlechter als das, was die Hochschulen bereits auf den Tisch gelegt hatten. Bei einer Ankopplung an die normale Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst müssten wir spätestens 2020 mehr verdienen als die jetzt angebotenen 12,13 Euro. Zum Ende der Laufzeit im Jahr 2022 wären wir bei einer Annahme des Arbeitgeberangebotes also noch weiter von allen anderen Beschäftigten der Hochschulen abgehängt. Das ist unannehmbar!“

Das Angebot der Hochschulen ändert in keinem Fall etwas an dem grundsätzlichen Problem: Die studentischen Beschäftigten erleiden einen Reallohnverlust von 30 Prozent seit der letzten Tariferhöhung 2001.

Tarifkommissionsmitglied Franziska Hamann-Wachtel sagte: „16 Jahre Lohnstillstand haben dazu geführt, dass die studentischen Beschäftigten im Gehaltsgefüge nach ganz unten durchgereicht wurden. Die unterste real besetzte Entgeltgruppe an den Hochschulen bringt bereits nach einem Jahr Berufserfahrung inklusive Weihnachtsgeld zurzeit 13,45 Euro pro Stunde. Wir fordern die Hochschulen auf, endlich ein Angebot vorzulegen, das dieser Schieflage Rechnung trägt!“

Eine Fortsetzung der Verhandlungen wurde bisher nicht vereinbart. Die studentischen Beschäftigten kündigten für die kommenden Tage weitere Protestaktionen an den Hochschulen an.